Über die Initiative «NoBillag» wird am 4. März 2018 abgestimmt. Sie sieht ein Subventionsverbot für Radio und Fernsehen in der Verfassung vor. Alle Konzessionen von Programmen, die ganz oder teilweise mit Gebühren finanziert werden, werden aufgehoben. Die Abstimmung hat ausserdem direkte Auswirkungen auf Film- und Musikschaffende. Nachfolgend 5 Gründe aus Berner Sicht.

6 Gründe, warum NoBillag Bern schadet:

Eine Annahme der Initiative schadet nicht nur der SRG, sondern auch Berner Medien! Die Lokalradios BeO, neo1 und RaBe sowie die Fernsehstationen TeleBärn und Tele Bielingue sind existenziell von der Initiative betroffen. Die lokale Kultur- und Sportszene verliert damit ihre wichtigsten Plattformen. Laut einer Studie der Berner Volkswirtschaftsdirektion wären über 1000 Arbeitsstellen gefährdet.

RaBe ist das einzige Berner Medium mit tagesaktueller, unabhängiger Berichterstattung, das nicht einem Zürcher oder Aargauer Medienkonzern gehört.

RaBe und TeleBärn sind die einzigen lokalen elektronischen Medien, die vertieft über regionale Wahlen berichten. Im Vorfeld und während der Wahlen wird mit Hintergrundberichten, Interviews und einem Live-Studio im Rathaus ein besonderer Fokus auf die lokale Politik gelegt.

Ohne Gebühren gäbe es keinen Verein Radio Bern: RaBe ist nicht nur ein Radio, sondern auch eine soziale Institution: es gibt dort Radio-Workshops für Menschen mit Beeinträchtigungen, Schulklassen schnuppern erste Medienluft, interkulturelle Redaktionen senden in 14 Sprachen, Langzeit-Arbeitslose erhalten die Chance ein Büro-Praktikum zu absolvieren. Für sein soziales Engagement wurde Radio RaBe soeben mit dem Sozialpreis der Stadt Bern 2017 ausgezeichnet.

Im RaBe bekommen Radiobegeisterte einen niederschwelligen Einstieg in den Journalismus. So gestalten fast 200 freiwillige Sendungsmachende 79 Sendungen. Daneben werden im Nachrichtenformat „RaBe-Info“ und im Gesellschaftsmagazin „subkutan“ professionelle Praktika angeboten, die in Zusammenarbeit mit der Radioschule klipp+klang eine solide Radio-Ausbildung anbieten.

In den Lokalradios werden einheimische Musiktalente gefördert. Müslüm oder Steffe la Cheffe starteten ihre Karrieren im Umfeld von Radio RaBe. Ausserdem wird die Musikvielfalt gross geschrieben: Auf RaBe spielen MusikexpertInnen ihre Musik von Tango über Schlager, Goa oder Heavy Metal. Auf RaBe gibt es auch folkloristische und experimentelle Musikperlen zu entdecken: Wo werden sonst noch bulgarische Volksmusik, afghanische Disco-Hits oder brasilianischer Post Punk gespielt?

Mehr Argumente finden Sie hier…